Unser Alltag mit Hund ist voller Spaß und Entdeckungsfreude. Doch auch wenn der gemeinsame Spaziergang gerade noch so spannend ist, sollte man dabei nie vergessen, dass es auch einige Regeln für uns Hundehalter gibt, die eingehalten werden müssen. Ein angenehmes und vor allem sicheres Miteinander mit anderen Vierbeinern und Menschen funktioniert nur, wenn Hund und Besitzer wissen, wie man sich in bestimmten Situationen zu verhalten hat. Aufgrund dessen habe ich heute auf meinem Hundeblog ein paar Verhaltensregeln für Zwei- und Vierbeiner zusammengefasst.

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Der Hunde Knigge: An diese Regeln halten wir uns!

Der Begriff Netiquette bezeichnet normalerweise einen Verhaltenskodex innerhalb des Social Web. Doch nicht nur Facebook und Co. profitieren von gewissen Spielregeln, sondern auch die Online Community der Hundehalter! Heute möchte ich deshalb ein paar Basics des Hunde Knigge kompakt für euch zusammenzufassen. Dabei geht es zum einen um konkrete Regeln, die wir als Herrchen oder Frauchen und besonders als Hundehalter Neuling verinnerlichen müssen und zum anderen auch um nützliche Softskills wie z.B. Hunde-Verhalten richtig deuten, die man sich unbedingt aneignen sollte.

Die Leine richtig einsetzen

Wir als Hundehalter waren wahrscheinlich schon alle mal mit Unsicherheiten in Bezug auf Freilauf und Anleinen konfrontiert. Zunächst muss man einmal für sich und den Hund abschätzen können, inwiefern man an bestimmten, dafür ausgewiesenen Orten in Parks oder in der freien Natur auf eine Leine verzichten kann. Hier spielen Faktoren wie Gemeindevorschriften, landwirtschaftliche Nutzung von Flächen, der Jagdtrieb des Vierbeiners sowie auch der zuverlässige Abruf des Hundes eine entscheidende Rolle.

Generell kann ich euch folgendes raten: Sobald Unsicherheit oder Zweifel bezüglich einer der eben erwähnten Vorraussetzungen aufkommen, lieber Anleinen! Es darf ja auch gerne eine längere Schleppleine sein, mit der man den Hund gleichzeitig immer unter Kontrolle hat und ihn gegebenenfalls auf einen zukünftigen Freilauf hin trainieren kann. Ist ein Hund im Ernstfall nicht abrufbar, und dieser kann auch plötzlich und unvorhersehbar eintreten, gehört die Fellnase an die Leine!

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Wenn man auf anderen Hunde trifft

Etwas komplizierter kann es werden, wenn man auf andere freilaufende oder angeleinte Hunde trifft. Hier gilt es natürlich eine mögliche Konfrontation zwischen angeleintem und freilaufendem Hund zu vermeiden. Denn Leinenaggression ist ein ernstzunehmendes Problem unter Vierbeinern und auch wenn der eigene Hund vielleicht problemlos frei laufen kann und aufs Wort folgt, sollte man ihn trotzdem an die Leine nehmen, falls ein entgegenkommender Hundehalter das auch so handhabt.

In diesem Fall sollte man freundlich, aber nicht fordernd, und aus angemessener Entfernung fragen, ob eine Kontaktaufnahme ohne Leine erwünscht ist und falls die Antwort negativ ausfällt, den eigenen Hund zügig und auf Distanz an der Leine an seinem Artgenossen vorbeiführen. Fällt die Antwort anders aus, steht einer freundlichen Spielpause nichts im Wege.

Ist die Situation hingegen umgekehrt und man selbst hat seinen Hund an der Leine, während einem ein freilaufender Vierbeiner entgegenkommt, muss man seinen eigenen Hund gut einschätzen können. Im Zweifelsfall wird oft empfohlen, den eigenen Hund abzuleinen, falls der andere Hundebesitzer nicht bereit oder fähig ist, seinen Hund ebenfalls an die Leine zu nehmen. Meiner Meinung nach ist das aber nicht immer die beste Variante. Je nachdem wie der eigene Hund auf andere Vierbeiner reagiert muss man hier individuell entscheiden, was das beste ist.

Unser Husky Teddy ist zum Beispiel ein sehr dominanter Hund – er würde gerne jede Situation kontrollieren und durch seinen ausgeprägten Trieb kann er auch bei fremden Hunden schnell mal nervös werden. Seine Art kann auf andere Vierbeiner abschreckend oder auch aggressiv wirken und daher würde ich ihn nie von der Leine lassen. Vorausgesetzt der andere freilaufende Hund bleibt auf Abstand und geht nicht auf Angriff – aber das ist wieder ein anderes Thema. In unserem Fall trainieren wir daher mit Teddy regelmäßig seinen Trieb unter Kontrolle zu halten sowie auch verschiedene Abbruch-Signale, um ihn aus seinem „Kontrollzwang“ anderen Hunden gegenüber zu lösen.

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Entspannt in Hunde-Freilaufzonen

Neben einem ruhigen und kontrollierten Spaziergang sind oft auch Hunde-Freilaufzonen bei Hundehalter und Fellnase gleichermaßen beliebt. Der Hund kann sich hier nicht nur mit Artgenossen austoben, zugleich wird auch das soziale Verhalten gefördert und ein freundlicher Kontakt unter Hunden trainiert.

Möchte man eine Freilaufzone betreten, sollte man auch hier erst höflich nachfragen, ob die aktuellen Hundegäste ein Problem mit fremden Hunden haben, oder ob man uneingeschränkt eintreten darf. Eine Bereitschaft zur Rücksichtnahme auf andere Besucher der Freilaufzone muss hier auf jeden Fall gegeben sein – denn nur so entsteht ein angenehmes Miteinander.

Wenn man sich mit seinem Hund bereits in der Freilaufzone befindet, sollte man ihn zu sich rufen, sobald ein Neuankömmling den Bereich betritt. So kann dieser entspannt eintreten und Stresssituationen aufgrund von herbei rasenden Vierbeinern werden vermieden. Auch auf das Spielverhalten sollte man ein Auge werfen – im Idealfall wechseln die Rollen durch. Das heißt einmal ist der eine Hund der „Gejagte“, dann wieder der andere. Bei Übermut, Anzeichen von Angst oder Müdigkeit darf man als Hundehalter gerne eingreifen und die Situation auflösen.

Möchte man für seine Fellnase soziale Kontakte mit anderen Hunden schaffen und das Verhalten gegenüber anderen trainieren, sollte man es hier ruhig angehen. 10 wild tobende Hunde in der Freilaufzone würden den eigenen Vierbeiner wahrscheinlich eher abschrecken oder nervös werden lassen. Darum sollte man auch hier besonders auf das Bedürfnis des eigenen Hundes schauen und vielleicht doch erst die Freilaufzone betreten, sobald etwas Ruhe eingekehrt und nicht mehr ganz so viele Hunde am Platz sind.

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Teddy und seine Luna!

Menschen und Hunde verstehen – eine Frage des Respekts!

Generell kann man wohl nicht oft genug zu mehr Verständnis und Einfühlungsvermögen unter Hundehaltern aufrufen! Denn Ignoranz und abfällige Bemerkungen gegenüber Hunden (und Haltern), die aus nicht bekannten Gründen an der Leine bleiben, bringen niemandem etwas. Hier sollte man in jedem Fall Rücksicht nehmen und sich entsprechend verhalten. Schließlich würde man sich diese Form von Respekt ja auch von anderen erwarten, falls der eigene Hund ein Problem mit freilaufenden Hunden hätte oder sich in einer wichtigen Phase seiner Ausbildung befände.

Und ebenso wenig, wie man die Vorgeschichte eines fremden Hundes kennt, kennt man auch die persönliche Einstellung entgegenkommender Passanten. Bemerkt man hier Anzeichen von Angst, sollte man seinen Hund unbedingt an die Leine nehmen. Das Selbe gilt auch uneingeschränkt für Kinder, da man ihre Reaktion und ihren Umgang mit fremden Hunden nie hundertprozentig einschätzen kann.

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Keine Spuren hinterlassen

Eigentlich müsste sich dieser Punkt von selbst verstehen, und trotzdem gehört er der Vollständigkeit halber mit in diesen kleinen Hundehalter Kurs. Kotbeutel sollte man uneingeschränkt in allen Siedlungsgebieten, auf landwirtschaftlichen Flächen und Spazierwegen verwenden. So tut man nicht nur der unmittelbaren Nachbarschaft etwas gutes, sondern auch auch dem Image der Hundehalterschaft generell!

Und auch Urinieren sollte der eigene Vierbeiner nicht unbedingt überall dürfen. Hauseingänge, Parkbänke, Spielplätze, Fahrräder und Autos sind einfach tabu, das gilt insbesondere für Rüden, die gerne alle zehn Meter ihr Hinterbeinchen heben. Und auch was Spielzeug betrifft, sollte man sich bemühen, nichts davon in Parks oder der freien Naur zu vergessen. Für Kinder und andere Hunde, die Bällchen und Co. dort finden, ist das nämlich sehr unhygienisch und für andere Hundebesitzer oder Eltern ein Grund zur Sorge. Schließlich steht auf dem Spielzeug ja nicht geschrieben, dass es von einem gesunden Hund stammt.

In einem Hundeleben kann so einiges passieren – auch wir haben schon einige unschöne Geschichten erlebt, worüber man sich richtig ärgern kann. Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden, wie man sich gegenüber anderen Hundehaltern verhält. Ich hoffe dennoch, dass ich euch mit meinem Beitrag ein paar Anhaltspunkte für ein angenehmes Miteinander mitgeben konnte. 

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4 comments

  1. Liebe Verena,

    das ist so ein wichtiger Artikel, und sehr sachlich & respektvoll geschrieben! Das tut vor allem dem Diskussionsthema „an/ableinen“ sicher gut. Ich geb zu, da werd ich oft emotional.

    Sicherzugehen, dass der eigene Hund nicht einfach so zu anderen Menschen & Hunden läuft (egal wie klein, jung, freundlich,.. er ist) gehört für mich einfach zum respektvollen Umgang.

    Wie du schreibst haben viele Hunde & Halter mit Leinenaggression und anderen „Baustellen“ zu kämpfen. Wenn mein Hund einfach zu so einem Team hinläuft, mache ich vielleicht Trainingsfortschritt kaputt, den sich der Halter monatelang erkämpft hat! (Mal ganz abgesehen von der ev. gefährlichen Situation!)

    Die Schleppleine ist für mich auch ein schöner Kompromiss, falls Rückruf & Abbruchsignal noch nicht 100% sitzen!

    Alles Liebe,
    Melanie
    https://hundezeugs.at

    1. Liebe Melanie.
      Du sagst es. Gerade wenn es um Baustellen mit dem eigenen Hund geht und eben auch um Trainingsfortschritte können unbedachte Hundebesitzer so einiges „zerstören“ oder neu aufwirbeln. Wenn möglich, machen wir um frei laufende Hunde immer einen großen Bogen, da man nie weiß, wie diese Begegnung ausgehen könnte.

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