Für uns Frauchen und Herrchen steht es natürlich außer Frage, dass ein vierbeiniger bester Freund eine unglaubliche Bereicherung ist. Jedoch bringt nicht jeder von Anfang an die richtigen Grundvoraussetzungen mit, um einem Hund ein glückliches Leben bieten zu können. Aber anhand einiger Anhaltspunkte kann man ganz leicht feststellen, ob man sich schon jetzt einen Hund anschaffen, oder lieber noch damit warten sollte! Worauf es dabei ankommt, haben ich heute hier auf dem Hundeblog für euch zusammengefasst!

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Bereit für einen Hund?

Wer Hunde mag, aber selbst noch keinen besitzt, kommt meist irgendwann auf die Idee, das zu ändern und einem vierbeinigen Freund ein Zuhause zu schenken. Doch will man den Schritt zum neuen Familienmitglied wagen, sollte man sich zuvor unbedingt fragen: Was muss ich beachten, wenn ich mir einen Hund zulegen möchte?

Die Antworten auf diese Frage sind teilweise sehr umfangreich, können thematisch aber grob in die Bereiche Zeit, Geld, Umfeld und Vorsorge eingeteilt werden. Und diese Gliederung soll uns heute auch dazu dienen, uns gemeinsam Schritt für Schritt die wichtigsten Punkte der Hund-anschaffen-Checkliste genauer anzusehen. Vielleicht hilft dieser Beitrag euch ja so dabei, letzte Bedenken auszuräumen oder eine unüberlegte Entscheidung zu verhindern!

Alles eine Frage der Zeit!

Wie in so vielen Lebensbereichen ist auch bei der Hundehaltung Zeit sehr kostbar. Das beginnt schon bei der Planung der Zukunft, denn will man sich einen Hund anschaffen, sollte man sich vorab unbedingt fragen: Wo sehe ich mich in 15-17 Jahren? Denn im besten Fall ist uns unser vierbeiniger Freund über diesen Zeitraum hinweg ein treuer Begleiter.

Den zweiten Zeit-Faktor, den man beachten sollte, ist die Work-Life-Balance im Alltag. Denn wenn der Job unregelmäßige, lange Arbeitszeiten außer Haus vorgibt, man beruflich viel reist oder einige nicht hundetaugliche Hobbys hat, ist die Hundehaltung nur im Team mit dem Partner oder den Eltern möglich. Generell gilt: Je mehr logistischer Aufwand und Stress mit der Anschaffung eines Hundes verbunden ist, desto unangenehmer kann die Situation auch für den Vierbeiner werden.

Vor allem wenn es um die Adoption eines Welpen geht, ist viel Zeit und Aufmerksamkeit von Seiten des Frauchens oder Herrchens ein absolutes Muss und nicht verhandelbar! In dieser Phase wird das Hundebaby nämlich auf seine Bezugspersonen geprägt und lernt auch spielerisch den Umgang mit Artgenossen. Gerade jetzt sollte der kleine Hund für seinen Halter an oberster Stelle stehen und mit Welpenschule, regelmäßigen Übungseinheiten und viel Einfühlungsvermögen auf sein späteres Leben vorbereitet werden.

Aber auch erwachsene Hunde brauchen Aufmerksamkeit und genießen die gemeinsame Zeit mit Frauchen und Herrchen. Spaziergänge, Training, Kuscheln – je nach Hunderasse kommen da schon ein paar Stunden zum regulären Tagesplan dazu.

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Die Sache mit dem Geld

Generell ist es sehr schade, wenn einen nur die finanzielle Situation davon abhält, einem Hund ein liebevolles Zuhause zu schenken. Und doch sind die Kosten für Tierarzt, Futter, Hundeschule & Co. nicht zu unterschätzen! Denn wenn das Budget schon vor der Anschaffung des Hundes am Limit ist, sollte man damit vielleicht lieber noch auf bessere finanzielle Zeiten warten. Denn auch ein Hund kann zu unerwartet hohen Kosten führen, mit denen man anfangs oft nicht rechnet.

Bitte Rücksicht nehmen!

Lebt man nicht alleine in einem Haushalt, ist es natürlich eine gemeinsame Entscheidung, sich einen Hund zuzulegen. Hier sollte man in der Planungsphase unbedingt alle Betroffenen zu Wort kommen lassen und sicherstellen, dass sich auch jeder einen Hund in seinem Leben wünscht. Denn zuvor unterdrückte, negative Emotionen eskalieren oft erst dann, wenn der Hund bereits eingezogen ist. In diesem Fall ist das nicht nur für die Menschen, sondern auch für das Tier sehr belastend.

Verschiedene Überlegungen im Vorfeld sind auch dann besonders wichtig, wenn es in der Familie Kinder oder jemanden mit einer möglichen Hundehaar-Allergie gibt. Im ersten Fall sollten die Kinder unbedingt lernen, verantwortungsvoll mit einem Hund umzugehen, um Konflikte und eventuell sogar Verletzungen sowohl auf der Kinder-, als auch auf der Hundeseite zu vermeiden. Der zweite Punkt liegt ganz im Ermessen der möglicherweise allergischen Person. Hier empfiehlt sich ein Allergie-Test bevor der Hund einzieht manche Menschen sind aber auch bereit, dem Haustier zuliebe eine Therapie zu machen oder regelmäßig Medikamente einzunehmen.

Ein Punkt, den man hier auch nicht außer Acht lassen darf, sind bereits vorhandene Haustiere. Besonders Katzen und freilaufende Nager können hier im Konflikt zur Hundehaltung stehen – hier sind besondere Vorsicht und Einfühlungsvermögen gefragt.

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Für den Ernstfall vorbereitet!

Das haben Menschen und Hunde gemeinsam – keiner von uns ist sicher vor unerwarteten Krankheiten, Unfällen und den Zeichen der Zeit. Deshalb sollte man, so traurig es klingt, auch unbedingt für alle unglücklichen Szenarios gewappnet sein. Man muss sich zum Beispiel fragen: Wer sorgt verlässlich und gut für meinen Hund, wenn ich krank bin oder sogar versterbe? Und habe ich im Gegenzug genug Zeit, mich um meinen Hund zu kümmern, falls er krank ist oder er im Alter mehr Aufmerksamkeit braucht?

Mein Fazit

Ihr seht also, die Frage: Was muss ich beachten, wenn ich mir einen Hund zulegen möchte? ist gar nicht so leicht zu beantworten und von vielen individuellen Faktoren abhängig. Doch egal, woran es vielleicht zur Zeit mit der Hunde Anschaffung scheitert – wenn man wirklich Sehnsucht nach einem vierbeinigen Gefährten hat, findet sich irgendwann ein Weg, die perfekten Vorraussetzungen für ihn zu schaffen. Denn eines ist sicher: Zieht ein Hund ein, lebt man ab diesem Zeitpunkt mit ihm ein neues, spannendes Leben!

Und, wie steht ihr persönlich zu diesem Thema? Habt ihr vor, demnächst Hundeeltern zu werden, habt ihr vielleicht sogar schon eine oder mehrere Fellnasen in eurem Leben oder wartet ihr derzeit lieber noch damit? Ich freue mich auf eure Geschichten!

Und wenn ihr euch jetzt fragt: Welche Hunderasse passt zu mir und meinem Leben und welchem Typ Hund werde ich im Alltag gerecht? oder Was kommt auf mich zu, wenn ein neuer Hund bei mir einzieht? Dann freut euch auf den 2. Teil dieses Ratgebers – über dieses Thema gibt es mehr als genug zu erzählen!

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23 comments

  1. ein toller Artikel 🙂

    was ich potenziellen Hundebesitzern noch auf den Weg mitgegeben möchte: auch die Geduld und Nerven die man in die Hundeerziehung stecken muss sind teilweise nicht zu unterschätzen 😉

    ..oder wenn einen der Vierbeiner mal wieder die ganze Nacht lang wachgehalten hat weil er Husten hat etc und man den nächsten Tag spontan umplanen muss um zum Tierarzt zu fahren.. (verständnisvollen Arbeitgeber vorausgesetzt…)

    ich habe mich vor der Anschaffung eines Hundes wirklich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und viele Artikel/Ratgeber etc dazu gelesen und war mir somit sämtlicher „Contra-Punkte“ durchaus bewusst – dennoch muss ich sagen dass die Welpenzeit und auch die Erziehung danach (das wissen viele oft gar nicht – Hundeschule wird nicht nur mit dem Welpen besucht sondern im besten Fall auch noch einige Jahre danach – ausgelernt ist nie ;)) noch heftiger war als erwartet 😀
    vor allem beim ersten Hund muss man noch wahnsinnig viel dazulernen und hat wohl auch noch nicht die Gelassenheit eines erfahrenen Hundebesitzers..

    Allen Berufstätigen (sofern sich der Alltag mit einem Hund vereinbaren lässt) würde ich jedenfalls raten für die Anfangszeit 4 Wochen (oder mehr) freizunehmen, damit der Hund in Ruhe ankommen kann und man mit dem „Alltagstraining“ beginnen kann..

    Einige Hundeschulen bieten auch eine Beratung an, welcher Hund zu einem am besten passt.. finde ich eine tolle Idee wenn man noch unsicher ist was die Rasse betrifft bzw ob Rasse- oder Tierheimhund.

    Ein Hund ist jedenfalls ein riesengroßes Abenteuer… und es geht so wahnsinnig schnell, da hat man das kleine Fellknäuel schon ins Herz geschlossen und kann sich ein Leben ohne ihn/sie nicht mehr vorstellen.. 🙂

    Alles Liebe,
    Simone (und Stella ;))

    1. Genau so ist es Simone!
      Wir haben auch immer wieder schlaflose Nächte, wenn es einem Hund schlecht geht.
      Nicht zu vergessen wie es wird, wenn der Hund alt wird. Letztes Jahr haben wir unseren 17-jährigen Husky gehen lassen müssen und was soll ich sagen: Ein Senior Hund ist weit mehr Arbeit als ein junger Welpe. Denn der Welpe lernt und versteht und bei einem alten Hund ist es meist genau umgekehrt. Nichtsdestotrotz gibt es nichts Schöneres, als einen Vierbeiner an seiner Seite zu haben! <3

  2. Liebe Verena,

    wow! Toll … jetzt haben eure Fellnasen einen eigenen Blog! Das finde ich ja super! Meine Kinder wünschen sich ja ständig einen Hund … aber da sind tatsächlich viele Punkte zu beachten. Danke für den super Beitrag!

    Liebe Grüße
    Verena

  3. ein wirklich super toller Beitrag für alle, die vor der Entscheidung stehen, sich einen Hund anzuschaffen! Ende des letzten Jahres habe ich mich dieser Frage ja selber auch angenommen und musst zu diesem Zeitpunkt auch feststellen, dass es noch besser ist zu warten …

    ich finde v.a. die Frage, wo man sich in 15 Jahren sieht, dafür sehr wichtig!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

  4. Ein sehr schöner und wichtiger Beitrag! Viele unterschätzen ja einfach immer noch, was für einen Aufwand und welche Verpflichtungen ein Hund mit sich bringt. Neben all der Freude natürlich. 🙂 Information ist alles! Ich bin aktuell Katzenbesitzerin, da die doch etwas pflegeleichter sind als ein Hund. 😀

  5. Finde, die Punkte, die du in deinem Artikel nennst, sind wirklich wichtig, Wenn man sich überlegt, sich einen Hund als Haustier anzuschaffen. Allzu leicht könnte man vergessen, was alles im Alltag mit Hund zu überlegen und Bedenken ist! Bin mit Hund aufgewachsen und habe es geliebt. Jetzt habe ich leider keinen, weiß aber auch, dass es aufgrund der Umstände nicht passt… und da hilft dein Artikel super, um einen Eindruck zu bekommen.

  6. Ein sehr interessanter Beitrag!
    Mein Freund und ich wollen uns später auch gerne einen Hund anschaffen, super gerne einen Shiba Inu. <3
    Wir haben uns dabei natürlich auch schon Gedanken gemacht, wie der Alltag dann 'umgekrempelt' wird, da ein Hund Auslauf braucht.
    Wenn einer von uns beiden selbstständig ist und zuhause arbeiten kann, werden wir uns vielleicht den Wunsch erfüllen. 🙂

    Liebe Grüße
    Laura

  7. Liebe Verena,

    super, dass du so ausführlich darüber schreibst, worüber man sich Gedanken machen sollte!
    Es ist schon eine große Veränderung, wenn ein Hund einzieht – aber wir haben es keine Sekunde lang bereut 🙂

    Ich finds noch wichtig, sich mit dem Hund bzw. der Rasse wirklich auseinanderzusetzen und realistisch einzuschätzen, ob sie zu einem passt.

    Dem Aussehen nach zu wählen geht oft daneben! Dann passiert’s, dass intelligente, arbeitswillige Hunde die Wohnung auf den Kopf stellen, weil nicht genug Zeit (oder Lust) für Beschäftigung da ist. Oder, dass die Jagdleidenschaft des Hundes zum großen Problem wird. Das ist für beide Seiten einfach nur schwierig!

    Alles Liebe,
    Melanie (& Groenendael-Mädl Dea) von hundezeugs.at

    1. So ist es Melanie! Das denke ich mir besonders oft bei Aussies, Akitas und Co. Dennoch können auch Rassen überraschen – so wie unser Frenchie, der in Wahrheit ein kleiner Husky ist. 😉 Aber wie du sagst: Man soll sich im Vorhinein darüber im Klaren sein, wofür der Hund einstmals gezüchtet und eingesetzt worden ist!

  8. Ein toller Beitrag. Leider setzen sich die wenigsten mit diesen ganzen Problemen auseinander und leben nur im Hier und jetzt.
    Vor allem finde ich es schlimm, wenn es heißt mein Kind wünscht sich einen Hund – und das Kind ist noch im Vorschul- Grundschulalter.
    Es gibt so vieles auch mit Kindern zu beachten und ann kommt es auf die Hunderasse an.
    Unsere Havaneser sind tolle Familienhunde, aber … Begleithunde, die ungern alleine bleiben.
    Wenn du magst kannst du dir ja das Leben unserer Fellnasen ein wenig anschauen..
    http://www.havaneserwelt.de

    1. Da hast du vollkommen recht. Das mit den Kindern sehe ich auch kritisch – da würde sich oftmals ein anderes „Hobby“ besser anbieten, wenn du verstehst was ich meine. Ich schau total gerne bei dir vorbei! <3
      Danke für deinen Kommentar!

  9. ein sehr interressanter und informativer Beitrag. Ich finde auch, jeden der Faktoren die du Vorgestellt hast total wichtig.
    Ich besitzte keinen Hund, gehöre aber zu denen, die irgendeinmal wenn alles Stimmt, einen Hund an der Seite haben möchte.
    Für mich wird daher dieser Zeitpunkt erst nach dem Studium eintreffen, sobald ich klarheit über meinen neuen Beruflichenalltag und meiner Zeit geschafft habe.
    Trotzdem träume ich oft davon, wie schön es nun wäre einen kleinen 4-Beiner an meiner Seite zu haben!

    alles liebe, meli
    https://melslybeauty.wordpress.com/

  10. Klasse Zusammenfassung.
    Man sollte sich vor allem überlegen warum man einen Hund möchte, als Partner- oder Kinderersatz? Viele Hundebesitzer vermenschlichen ihre Hunde leider sehr und vergessen oft deren Bedürfnisse.

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